Gelbbauchunke

Vom Aussterben bedroht

Gelbbauchunke (Matthias Scharf)
Gelbbauchunke (Matthias Scharf)

Eine kleine Unke in kleinen Gewässern

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata), auch Bergunke genannt, zählt zur Familie der Froschlurche. Sie ist 3,5 bis 5 cm groß. Die Oberseite ist grau bis braun gefärbt und von Drüsen durchsetzt, die Bauchseite ist leuchtend gelb gesprenkelt. Das gelb-schwarze Muster ist bei jedem Individuum einzigartig und daher wie ein Fingerabdruck.

Typischer Lebensraum der Gelbbauchunke sind vor allem vegetationsarme, temporäre Kleinstgewässer, z.B. wassergefüllte Wagenspuren und Pfützen, welche fischfrei sein sollten. Die Fortpflanzungszeit beginnt im April. Die Weibchen legen 2 bis 30 Eier in geringer Wassertiefe an Pflanzenteilen ab. Durch die Erwärmung der Kleinstgewässer können sich die Larven rasch entwickeln. Im Laufe des Sommers können die Gelbbauchunken mehrmals ablaichen. So können bereits ausgetrocknete Kleinstgewässer nach einem Starkniederschlag wieder als Laichgewässer genutzt werden. Neben den Laichgewässern benötigen die adulten Gelbbauchunken auch sogenannte Aufenthaltsgewässer, in denen sie warten, bis sich günstige Ablaichgelegenheiten ergeben.

Die wenigen Vorkommen (vor allem im Kreis Soest in den Gebieten Kleiberg und Hellwegbörde mit den Naturschutzgebieten Muckenbruch und Pöppelschetal) sind alle vom Aussterben bedroht. Die Art ist stark von Naturschutzmaßnahmen abhängig, wie der Anlage von Kleinstgewässern und der Verdichtung von Fahrspuren.

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