Grasfrosch und Erdkröte

Unsere häufigen Arten

Grasfrosch (Ralf Kubosch)
Grasfrosch (Ralf Kubosch)

Die ersten im Frühjahr

Der Grasfrosch (Rana temporaria) gehört zur Familie der „Echten Frösche“. Die eigentlich in verschiedenen Brauntönen gefärbten Tiere erscheinen während der Fortpflanzungszeit oft dunkler, teilweise sogar mit einem leichten Blauschimmer, jedoch längst nicht so ausgeprägt wie beim Moorfrosch.

Ein anderer geläufiger deutscher Name ist Märzfrosch, was darauf anspielt, dass der Grasfrosch im zeitigen Frühjahr der erste Frosch ist, der an den Laichgewässern auftaucht. Dort erklingt der knurrend-grunzende Ruf der Froschmännchen, um ein Weibchen anzulocken. Die Laichballen, die in das Gewässer abgesetzt werden, enthalten 1000-4000 Eier. Oft verschmelzen die Ballen mehrerer Tiere zu einem großen Teppich. Grasfrösche bevorzugen flache Gewässer, die sich schnell erwärmen und in denen keine Fische leben, die die Kaulquappen fressen könnten. Wenn alles gut geht, erfolgt nach 2-3 Monaten die Metamorphose zum fertigen kleinen Frosch, der das Wasser verlässt.

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist der häufigste heimische Vertreter der Familie der „Kröten“. Sie hat eine deutlich warzige Haut und ist mit ihren verschiedenen Erdtönen gut getarnt. Die Hautdrüsen der Kröten, vor allem die auffälligen Verdickungen hinter den Augen, produzieren giftige Sekrete, die der passiven Abwehr von Fressfeinden, aber auch als Schutz vor Befall der Haut durch Mikroorganismen dienen. Das Gift der Kröten ist jedoch nicht so stark, dass es alle Fressfeinde abschrecken würde. Besonders pfiffige Räuber ziehen die Kröten einfach „auf links“ und fressen deren Eingeweide, ohne das Hautgift aufzunehmen.

Kurz nach den Grasfröschen wandern die heimischen Erdkröten zu den Laichgewässern. Dabei versuchen die Männchen möglichst frühzeitig ein Weibchen zu sichern, indem sie sich Huckepack von diesem tragen lassen. Am Erdkrötengewässer ertönt oft ein kurzes, helles Rufen. Dabei handelt es sich meist um den Abwehrruf der Männchen, mit dem sie verhindern wollen, dass ein anderes Männchen sie mit einem Weibchen verwechselt.

Der Laich der Erdkröten ist nicht so auffällig wie der der Grasfrösche. Lange Schnüre werden an Unterwasserpflanzen geheftet.

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