Kammmolch

Der größte, aber seltenste heimische Molch

Kammmolch (Werner Bartsch)
Kammmolch (Werner Bartsch)

Eindruck schinden mit einem gezackten Kamm

Der Kammmolch (Triturus cristatus) ist mit einer Länge bis 18 cm die in Südwestfalen größte vorkommende Molchart und gehört zur Ordnung der Schwanzlurche. Die Oberseite ist dunkelbraun bis schwarz, die Unterseite gelb bis orange gefärbt mit unterschiedlichen schwarzen Fleckenmustern. Diese spezifischen Fleckenmuster können sogar zur Bestimmung einzelner Individuen genutzt werden. Zur Paarungszeit bilden die Männchen einen gezackten, kammartigen Hautsaum aus, der am Schwanzanfang unterbrochen ist.

Der Kammmolch kommt traditionell an Fluss- und Bachauen vor und besiedelt während der Laichzeit Stillgewässer wie Altarme und vegetationsreiche, besonnte Teiche. Nach der Laichzeit findet man die Molche in Laub- und Mischwäldern sowie in Hecken und Gebüschen in der Nähe der Laichgewässer, in denen sie auch überwintern können.

Die aquatische Phase kann bei den Kammmolchen bereits Ende Februar beginnen. Balz und Paarung finden von Mitte April bis Ende Mai statt. Ausgewachsene Kammmolche wandern bereits nach der Fortpflanzungsphase ab und suchen ab August bis Oktober ihre Winterlebensräume an Land oder in Gewässern auf. Dabei werden maximale Wanderstrecken von über 1.000 m zurückgelegt. Jungtiere werden erst nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif.

Der Kammmolch ist in Nordrhein-Westfalen die seltenste heimische Molchart und gilt als „gefährdet“. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Tiefland, im Bergland fehlt die Art in Lagen über 400 m.

Neben dem Kammmolch kommen in Südwestfalen die kleineren Molcharten wie Berg- und Teichmolch vor, die mit dem Kammmolch häufig in gleichen Gewässern vergesellschaftet sind. Das Vorkommen des Fadenmolchs beschränkt sich auf die Mittelgebirge.

-