Laubfrosch

Der lautstarke Baumkletterer

Laubfrosch (Margret Bunzel-Drüke)
Laubfrosch (Margret Bunzel-Drüke)

Klein, aber anspruchsvoll

Der Laubfrosch (Hyla arborea) ist eine kleine und aber sehr bekannte Amphibienart. Sie fällt durch ihre blattgrüne Färbung und die Haftscheiben an den Enden der Finger und Zehen auf. Dadurch können Laubfrösche als einzige Amphibienart Mitteleuropas auch in Gebüsche und Bäume klettern. An der Seite befindet sich vom Kopf bis zu den Beinen ein breiter schwarzer Streifen. Die Unterseite ist weißlich gefärbt.

Die Fortpflanzungszeit des Laubfrosches erstreckt sich von April bis in den Mai. Nur in ausreichend warmen Nächten ist der Laubfrosch paarungs- und rufaktiv. Die kleinen Laichballen, die in fischfreie, besonnte und vegetationsfreie Kleingewässer gelegt werden, bestehen aus 50 bis 100 Eiern und werden in den Flachwasserzonen an untergetauchte Pflanzenhalme geklebt. Die Eier sind oberseits gelblich bis hellbraun, unterseits cremeweiß gefärbt. Adulte Laubfrösche gehen nach der Laichzeit an Land, wo sie als Landlebensraum im Sommer strukturreiche Hochstaudenfluren und Gehölzen in der Nähe ihrer Laichgewässer aufsuchen. Dann hört man die Laubfrösche mit ihrem typischen Sommerrufen hoch über einem aus den Bäumen rufen. Überwintert wird in frostfreien Erdhöhlen, Spalten oder Laubhaufen

In Deutschland ist der Laubfrosch fast überall verbreitet, jedoch lokal oftmals sehr selten oder bereits ausgestorben. Sein Vorkommen ist in hohem Maße von Naturschutzmaßnahmen abhängig und in NRW in die Kategorie 2 „stark gefährdet“ der Roten Liste NRW eingestuft. Die Vorkommen in Südwestfalen konzentrieren sich auf die Tieflandbereiche des Kreises Soest.

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