Groppe

Unter europäischem Schutz

Groppe (Olaf Zimball)
Groppe (Olaf Zimball)

Ein fürsorglicher Bodenfisch

Die Groppe oder Mühlkoppe ist ein kleiner, etwa acht bis zehn Zentimeter langer Bodenfisch. Der Körper ist schuppenlos, der Kopf breit und abgeplattet.

Sie lebt  in seichten, sauerstoffreichen Fließgewässern mit steinigem Bodengrund und sehr guter Wasserqualität. Ihre Schwimmblase ist zurückgebildet, weshalb die Groppe eine schlechte Schwimmerin ist. Hindernisse, selbst niedrige Bodenschwellen kann sie nur mit Mühe überwinden.

Tagsüber hält sich der Bodenfisch meist unter Steinen versteckt. Dort sind die Groppen gut getarnt. Mit Beginn der Dämmerung gehen sie auf die Suche nach Insektenlarven und Bachflohkrebsen.

Zur Laichzeit gräbt das Männchen eine Grube unter Steinen. An die Decke der Höhle klebt das Weibchen die Eier. Nach der Besamung bleibt das Männchen beim Gelege, bewacht das Nest und fächelt frisches Wasser hinein. Eine derartige Fürsorge für den Nachwuchs ist für heimische Fische ungewöhnlich.

Sind die kleinen Groppen geschlüpft, werden sie von der Strömung bachabwärts in ruhigere Bereiche verdriftet. Wenn sie groß und kräftig genug sind, um gegen die Strömung anzuschwimmen, wandern sie wieder bachaufwärts. Dabei stellen Barrieren wie Verrohrungen, Abstürze und Wehre ein unüberwindliches Hindernis für die Groppen dar. Die Durchgängigkeit der Fließgewässer ist daher zum Erhalt ihrer Populationen unabdingbar. Sie sind europaweit als Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie geschützt.

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