Schmetterlinge

Flatternde Schönheiten

Dunkler Ameisenbläuling (Markus Bräu)
Dunkler Ameisenbläuling (Markus Bräu)

Bunte Sonnenanbeter

In Deutschland kommen rund 3700 Schmetterlingsarten vor. Man unterscheidet Tag- und Nachtfalter, wobei es aber auch tagaktive „Nacht“-Falter gibt, wie beispielsweise die buntgefärbten Widderchen.

Fast alle erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich von Nektar, Pflanzensäften oder anderen nährstoffreichen Flüssigkeiten, die sie mit ihrem Saugrüssel aufnehmen. Diesen tragen sie unter dem Kopf zusammengerollt. Die Raupen hingegen haben noch Mundwerkzeuge, mit denen sie kauen können.

Die Raupe, also die Larve der Schmetterlinge, muss die Nährstoffe aufnehmen, die das Tier für die Umwandlung zum Schmetterling benötigt. Daher ist jede Raupe eine kleine „Freßmaschine“, die stark und schnell wächst. Dabei muss sie sich mehrfach häuten, denn die Haut wächst nicht mit. Einige Arten werden wegen ihrer Gefräßigkeit als Schädlinge angesehen, wie z.B. die Kleidermotten oder der Kohlweißling.

Viele Schmetterlinge beeindrucken durch ihre schön gefärbten Flügel, die bei einigen Arten der Tropen eine beeindruckende Spannweite erreichen.

Der heimische Schwalbenschwanz kann immerhin eine Flügelspannweite von bis zu 9 cm erreichen und ist damit einer unserer größten und schönsten Tagfalter. Er gilt als gefährdet, denn er benötigt offene, sonnige Landschaften mit magerem, extensiv bewirtschaftetem Grünland. Seine Raupe entwickelt sich an verschiedenen Doldengewächsen wie der Wilden Möhre oder der Wiesen-Silge.

Viele unserer Schmetterlingsarten sind inzwischen gefährdet, da sie sehr spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum stellen. Besonders speziell und sehr interessant ist der Ameisenbläuling. Seine Eier legt er in den Blüten des Großen Wiesenknopfs ab. Dort ernähren sich die geschlüpften Raupen von den Blüten. Im Spätsommer lassen sie sich zu Boden fallen und warten auf ihre Wirtsameise, nämlich die Rotgelbe Knotenameise. Mit Glück findet eine solche Ameise die Bläulingsraupe und trägt sie ins Ameisennest. Zuckerhaltige Drüsensekrete sorgen dafür, dass die Ameisen die Raupe pflegen und versorgen– obwohl diese sich auch über die Ameisenbrut hermacht. Nach dem Schlüpfen des Falters muss dieser schleunigst das Weite suchen, um nicht doch noch zur Beute der Ameisen zu werden.

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