Pflanzen

Grüne Sauerstofflieferanten

Rauher Löwenzahn (Axel M. Schulte)
Rauher Löwenzahn (Axel M. Schulte)

Von winzigen Einzellern bis zu großen Bäumen

Pflanzen können aus einfachen anorganischen Stoffen mit Hilfe von Sonnenlicht alle Bau- und Betriebsstoffe aufbauen. Das unterscheidet sie grundsätzlich von den Tieren. Dieser Vorgang, den alle grünen Pflanzen betreiben, heißt Photosynthese. Dabei stellen sie aus Kohlendioxyd und Wasser mit Hilfe des Chlorophylls Zuckerstoffe her. Als Abfallprodukt entsteht Sauerstoff.

Über die Jahrmillionen hat sich aus einfachen Formen unsere heutige Pflanzenvielfalt entwickelt. Aus einzelligen Algen, die auf Wasser als Lebensraum angewiesen sind, ging der Weg von landbesiedelnden Moosen und Farngewächsen über die Nadelgehölze bis zu den Blütenpflanzen.

Die Art der Vermehrung änderte sich dabei von der reinen Zellteilung zur sexuellen Fortpflanzung. Die männlichen Keimzellen der urtümlichen Pflanzen waren frei beweglich, sie konnten zu den weiblichen Keimzellen schwimmen. Dies ist bei den heute noch lebenden Sporenpflanzen (Moose, Bärlappgewächse, Schachtelhalme, Farne) immer noch so. Daher findet man sie auch bevorzugt in feuchter Umgebung.

Pflanzen haben eine geradezu unglaubliche Vielfalt entwickelt, sich an die verschiedensten Lebensräume angepasst und sich gemeinsam mit den Tieren immer weiterentwickelt. Ein Bespiel ist z.B. der Gefleckte Aronstab, der Wärme und Harngeruch erzeugen kann, um bestimmte Insekten zur Befruchtung seiner Blüten anzulocken.

Viele Pflanzenarten gehen mit Pilzen eine Symbiose ein, d.h. sie vergesellschaften sich zum gegenseitigen Nutzen. Die Pilzfäden wachsen dazu ein Stück in die Pflanzenwurzeln hinein und sorgen für eine bessere Wasser- und Nährstoffversorgung, die Pflanze liefert dafür Zuckerstoffe an den Pilz. Viele Bäume, aber auch unsere wildwachsenden Orchideen, haben eine solche Symbiose mit Pilzen entwickelt.

Andere Pflanzen arbeiten mit  Bakterien zusammen, die in der Lage sind Stickstoff aus der Luft zu binden. Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler sind dafür bekannt (wie z.B. Bohnen, Erbsen, Klee u.v.a.), aber auch unsere Schwarz-Erle. Viele Pflanzen sind für den Menschen als Nahrungsgrundlage und Rohstoffe unverzichtbar, wie z.B. Eichen. Andere haben heilende Inhaltsstoffe und sind für die Medizin von Bedeutung. Da sei das Mädesüß genannt oder auch der Wacholder.

Manche wie der Blaue Eisenhut haben so stark wirkende Inhaltsstoffe entwickelt, dass man früher damit Pfeilgift oder Giftköder hergestellt hat.

Gefleckter Aronstab

Stinkende Falle für Insekten

Wacholder

Mit spitzen Nadeln gegen hungrige Mäuler

Eichen

Imposant und enorm artenreich

Trollblume

Gelbe Kugeln im Frühjahr

Blauer Eisenhut

Giftig – aber auch eine alte Heilpflanze

Schwarz-Erle

Nasse Füße -  kein Problem

Orchideen

Wunderschöne Seltenheiten

Echtes Mädesüß

Mandel- und Honigduft am Bachufer

Schlangenknöterich

Rosa blühende Wiesen im Frühsommer

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