Blauer Eisenhut

Giftig – aber auch eine alte Heilpflanze

Blauer Eisenhut (Ulrich Haufe)
Blauer Eisenhut (Ulrich Haufe)

Blaue Tupfer am Bachufer und in den Feuchtwiesen

Der Blaue Eisenhut gehört zu weit verbreiteten Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse wie z.B. auch die Trollblume oder das Buschwindröschen. Diese enthalten oft giftige Substanzen. Auch der Eisenhut enthält das stark giftige Alkaloid Aconitin. Alle Teile sind giftig, das Gift wird schon bei Hautkontakt übertragen – also besser nicht pflücken. Der Gehalt an Alkaloiden macht den Eisenhut zwar zu einer Heilpflanze, aber eine Selbstbehandlung könnte tödlich enden!

Unsere Vorfahren nutzten den Eisenhut zur Herstellung von Pfeilgift und als Giftköder. Schamanen machten sich seine Wirkung zu Nutze.

Der Blaue Eisenhut kann bis zu 150 cm, wohl auch schon einmal 200 cm hoch werden und schmückt sich im Sommer mit einer leuchtend-blauen Blütenkerze. Die einzelnen Blüten erinnern an einen Helm, daher der Name. Die Blüten werden gerne von Hummeln angeflogen, deren Rüssel genau in den Nektar erzeugenden Sporn passt.                                         

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Blauen Eisenhuts, der durch Verwendung als Gartenpflanze und Verwilderung auch in tieferen Lagen vorkommt, liegt in den höheren Lagen der Mittelgebirge sowie der Alpen bis etwa 2000 m über dem Meer.

Die imposante Pflanze war früher in lichten, sumpfigen Wäldern zu Hause, heute besiedelt sie Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren und ist auch an Bachufern zu finden.

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