Gefleckter Aronstab

Stinkende Falle für Insekten

Gefleckter Aronstab (Ulrich Haufe)
Gefleckter Aronstab (Ulrich Haufe)

Grüne Blätter am Waldboden

Der Gefleckte Aronstab wächst in feuchten Laubwäldern auf gut mit Nährstoffen versorgten Böden. Seine gefleckten Laubblätter sind lang gestielt und haben einen pfeilförmigen Blattgrund. In Frühling entwickelt der Gefleckte Aronstab einen Blütenstand, der aus einem violett-braunen, oben verdickten Kolben besteht, der zum Teil von einer blattartigen Hülle umgeben ist. Dieses Hüllblatt bildet einen unten geschlossenen Kessel, der die Blüten umschließt. Die weiblichen Blüten befinden sich im unteren Bereich des Blütenkolbens, die männlichen sind darüber angeordnet. Über den Blüten sitzt ein Kranz aus Reusenhaaren. Die Pflanze produziert soviel Wärme, dass die Temperatur im Blütenkessel deutlich höher ist, als die abendliche Außentemperatur. Das und der ausströmende Harngeruch locken kleine Insekten an, die einen Platz zur Eiablage suchen. Sie landen an der Innenseite des Hüllblattes und rutschen durch die Reusenhaare ins Innere des Kessels. Hier bestäuben sie mit dem mitgebrachten Pollen die weiblichen Blüten. Die später aufplatzenden männlichen Staubgefäße pudern die Insekten mit neuem Pollen ein. Die gefangenen Insekten können am nächsten Morgen die nun welkende Falle verlassen.

Alle Teile der Pflanze – inclusive der leuchtend roten Beeren - sind stark giftig.

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