Schlangenknöterich

Rosa blühende Wiesen im Frühsommer

Gewundener Spross im Boden

Der Schlangenknöterich - oder auch Wiesenknöterich genannt – ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Wenn er im Frühsommer blüht, färbt er ganze Wiesen mit seinen ährenförmigen Blütenständen rosa. Dort, wo er ihm zusagende Bedingungen vorfindet, kann er große Bestände bilden. Der Schlangenknöterich bevorzugt kühle, feuchte bis nasse, nährstoffreiche, nicht zu saure Böden und kommt daher vor allem auf feuchten Wiesen, in Hochstaudenfluren oder Auwäldern im Bergland vor. Man findet ihn aber ebenso in der Ebene und im Hochgebirge.

Der Schlangenknöterich wächst mit seiner Sproßachse unter der Erde. Dieser Rhizom genannte Spross weist eine gewundene Form auf, was dem Schlangenknöterich seinen Namen gegeben hat. Aus diesem Rhizom wachsen nach unten die Wurzeln und nach oben die Triebe von Blättern und Blütenständen heraus.

Die frischen Blätter werden gerne vom Vieh verputzt, sie sind als Heu allerdings wertlos, da sie völlig zerbröseln.

Die Pflanze ist aber auch für den Naturschutz von Bedeutung. Der sehr seltene und vom Aussterben bedrohte und daher europaweit geschützte Blauschiller-Feuerfalter nutzt den Schlangenknöterich als Futterpflanze für seine Raupen. Weil die Wuchsorte des Schlangenknöterichs zur landwirtschaftlichen Intensivierung oft trockengelegt wurden, sind mit dem Rückgang der Raupenfutterpflanze die Falter extrem gefährdet und in vielen Gegenden ganz verschwunden.

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