Säugetiere

Haarige Milchbubis

Bechsteinfledermaus (Michael Frede)
Bechsteinfledermaus (Michael Frede)

Die große Vielfalt der Säugetiere

Im Erdmittelalter, vor mehr als 200 Mio. Jahren, entwickelten sich die ersten kleinen Säugetiere aus den Reptilien. Ihr Siegeszug begann jedoch erst viel später, vor ca. 65 Mio. Jahren. Nachdem die Dinosaurier am Ende der Kreidezeit ausgestorben waren, begann eine rasante Entwicklung von verschiedensten Lebensformen, die ein Merkmal eint: sie ziehen ihre Jungen mit Hilfe von Muttermilch groß.

In Deutschland leben momentan gut 100 wildlebende Säugetierarten. Die Vielfalt ihrer Lebenskonzepte ist verblüffend. Während der bis zu einer Tonne schwere Wisent stoisch wiederkäuend im Gras liegt, wuselt die 3g leichte Zwergspitzmaus Tag und Nacht durch das Unterholz, denn mehrere Stunden ohne Nahrung können für den Winzling den Tod bedeuten. Der blinde Maulwurf gräbt sich auf der Suche nach Regenwürmern durch das Erdreich, während über ihm in der Luft Fledermäuse Insekten von Blättern ablesen. Viele Arten -  zu ihnen gehören die Huftiere - sind reine Vegetarier, andere, wie Hundeartige und Katzen ernähren sich nur von Fleisch.  

Die Besonderheiten bei der Entwicklung beginnen schon im Mutterleib, denn der heranwachsende Embryo wird bei den meisten Säugern über die Plazenta mit Blut und somit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Nach der Geburt sind die Jungen noch weit entfernt davon, selbständig zu sein und müssen noch lange von der Mutter versorgt werden. Bei manchen Arten werden die Jungen blind, nackt und völlig hilflos geboren. Sie sind Nesthocker (z.B. Igel, Mäuse). Bei anderen, den sogenannten Nestflüchtern, haben die Jungen ein vollständig entwickeltes Fell und müssen kurz nach der Geburt aufstehen und laufen (z.B. Pferde, Rehe, Antilopen).

Ein typisches Merkmal der Säugetiere ist das dichte Fell mit Schweiß- und Talgdrüsen. Dieses ermöglicht es ihnen, ihre Körpertemperatur gegenüber der Umwelt konstant zu halten. Die Farbe und Duftdrüsen des Fells dienen aber auch der Kommunikation oder Tarnung. Die langen Tasthaare im Schnauzenbereich erfüllen eine besondere Funktion, sie sind wichtig sind für die Orientierung im Dunkeln. Der Geruchs- und der Gehörsinn der Säugetiere sind sehr hoch entwickelt.

Wildkatze

Jäger in ungestörten alten Wäldern

Taurusrinder und Heckrinder

Ins Gras beißen für den Naturschutz

Wisent

Giganten des Waldes

Fledermäuse

Mit einmaligen Fähigkeiten unterwegs

 

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