Wildkatze

Jäger in ungestörten alten Wäldern

Wildkatze (Maik Elbers)
Wildkatze (Maik Elbers)

Die heimliche Wildkatze ist zurückgekehrt

Es gehört schon sehr viel Glück dazu, am hellichten Tag im Wald einer Wildkatze zu begegnen. Allzu heimlich ist die Lebensweise dieser faszinierenden und über Jahrhunderte verfolgten Tierart, die vor allem in ungestörten Laub- und Mischwäldern mit Altholzbestand lebt. Die Wildkatze unterscheidet sich von der Hauskatze durch einen buschigeren Schwanz mit schwarzen Ringen und eine eher verwaschene Fellzeichnung.

Sie lebte schon lange bevor die Römer die ersten Hauskatzen über die Alpen brachten in unseren Wäldern. Doch erst in jüngster Zeit ist unser Wissen um die Wildkatze gewachsen, als streng geschützte Art der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ist sie inzwischen das Ziel vieler wildbiologischer Untersuchungen. Kleine, mit Baldrian getränkte Stöcke werden dabei im Wald verteilt, deren Duft die Katzen anlocken. Stets lassen sie dabei einige Haare. Genetische Untersuchungen liefern dann einen sicheren Artnachweis. Ergänzend kommen Fotofallen und Telemetrie zum Einsatz. Dabei werden Tiere gefangen und mit einem Sender ausgestattet.

Die Jungtiere sind jedoch vielen Gefahren ausgesetzt. Oft werden Sie Opfer von Fuchs, Hermelin, Baummarder oder mitunter auch des Uhus. Eine besonders große Gefahr stellt der Straßenverkehr dar. Großräumige, mit naturnahen Beständen ausgestattete Waldgebiete und unzerschnittene Wanderkorridore sind daher für die Stabilisierung und Ausbreitung der Wildkatzenpopulation in Südwestfalen unentbehrlich.

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