Neuntöter und Raubwürger

Räuber mit dunkler Maske

Neuntöter (Hermann Knüwer)
Neuntöter (Hermann Knüwer)

Seltene Singvogelarten mit Vorratshaltung

Das Männchen des Neuntöters (Lanius collurio) hat einen rostroten Rücken, einen grauen Kopf und einen schwarzen Augenstreif, während das Weibchen und die Jungvögel in Brauntönen gefärbt sind. Die Art lebt auf naturverträglich genutzten Weiden und Wiesen mit Dornsträuchern, dort brütet sie in Büschen oder Hecken. Auch halboffene Weidelandschaften werden gerne angenommen. Neuntöter ernähren sich überwiegend von Insekten.

Der Raubwürger (Lanius excubitor) ist deutlich größer. Beide Geschlechter sind in grau-weiß gefärbt und haben eine schwarze Augenbinde. Er brütet in Bäumen oder oft mit Dornen bewehrten Büschen, es werden auch schüttere Fichten als Brutplatz genutzt. Der Lebensraum des Raubwürgers sind naturverträglich genutzte Grünländer, Brachen und Windwürfe. Neben Großinsekten ernährt er sich hauptsächlich von Mäusen.

Die bedeutendsten Vorkommen beider Arten in Nordrhein-Westfalen befinden sich in der Medebacher Bucht, wo der Neuntöter noch mit mehreren hundert Revieren vorkommt. Nur noch rund 30 Brutreviere hat der vom Aussterben bedrohte Raubwürger im Hochsauerlandkreis. Am stärksten sind beide Arten durch den Verlust ihrer Lebensräume gefährdet. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft finden Sie weder die notwendigen Strukturen noch ein ausreichendes Nahrungsangebot.                                                                                                           

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